Bergkapelle zum Hl. Jakobus am Tierser Alpl
Die Bergkapelle am Tierser Alpl wurde in den Jahren 1981/82 vom Hüttenwirt Max Aichner als Dank für den guten Verlauf des langen und mühevollen Aufbaus der Schutzhütte errichtet. Eigentlich versprach er nach der Genesung von einer schweren Krankheit im Jahre 1965 einen Bildstock zu errichten. Da der genaue Ort und Standplatz desselben nicht leicht auszumachen war, entschloß er sich für eine Bergkapelle, die an die Nordfassade des Schutzhauses angebaut werden sollte.
Als Planer konnte Arch. Ossi Schgaguler aus Seis gewonnern werden, als Maurermeister Josef Weissenegger aus Tiers. Es entstand durch diesen Anbau ein geschlossener Gesamteindruck des Bauwerkes, das der majestätischen Kulisse der Roßzähne gut abhebt. Im Inneren der Kapelle befindet sich ein Altartisch, der vom Grödner Bildhauer Flavio Pancheri aus einem alten Zirmzwiesel aus dem Tschamintal gehauen wurde.
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Die drei Wandbilder wurden vom Kunstmaler Roland Moroder aus St. Ulrich geschaffen. Das Altarbild mit einem Kreuz in der Mitte, rechts einer Bauernfamilie und links zwei Wanderern soll daran erinnern, daß das Tierser Alpl Joch seit Menschengedenken ein Übergang der Bauern, Jäger und Wanderer war.
Das Wandbild auf der Westseite stellt die Heumäher auf der Alm dar, auf der gegenüberliegenden Seite ist der Heilige Jakobus, der Schutzpatron der Pilger und Wanderer, dem diese Kapelle geweiht wurde, dargestellt.
Am 24. Juli 1983 war es schließlich soweit: die nue errichtete Kapelle wurde feierlich eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Seitdem wird jedes Jahr, am letzten Sonnatg im Juli Südtirols höchster Kirchtag, mit einer feierlichen Bergmesse und anschließendem großen Hüttenfest gefeiert.
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